Web 2.0 macht Kunden zu Verkäufern
16. Mai 2007 um 18:12 Uhr | In Online-Marketing, Social Bookmarking, Social Communitys, Web 2.0, Widgets | | | Mister Wong |Web 2.0 Kongress in Mainz im April 2007; “Die klassischen Marketing-Instrumente verlieren an Bedeutung”, beobachtet und prognostiziert Dr. Markus J. Krechting von neckermann.de. Ein Umdenken ist erforderlich. Gerade traditionell geführte Unternehmen müssen jetzt die Weichen stellen für ein Change-Management. Das ist notwendig für den Umgang mit den Kunden von morgen. “Wer Web 2.0 unterschätzt, kann böse bestraft werden”, warnt Krechting. Wer dagegen die Vernetzungen der Kunden geschickt nutzt, kann auch ohne großes Werbebudget - sogar weltweit - zu einer Topmarke werden.
Krechting empfiehlt Open Source Marketing in Kombination mit dem Web 2.0 und nennt als erfolgreiches Beispiel die von General Motors im Frühjahr 2005 gestartete Kampagne für den neuen SUV Tahoe. In nur einem Monat wurden von den Usern mehr als 30.000 Werbeclips produziert. Viele darunter waren durchaus kritisch und versuchten eher das Image des Produkts zu schädigen als aufzuwerten. Trotz allem konnte das Unternehmen seinen Marktanteil in diesem Segment durch die Mitmach-Kampagne enorm steigern.
Community Business
Social Communitys sind deshalb so wichtig für das Marketing, weil sie auf sozialen Beziehungen basieren und den intensiven Austausch zwischen Kunden sowie zwischen Kunden und Anbieter ermöglichen. Die Mitglieder beeinflussen sich wechselseitig und bilden ein “Wir”-Gefühl. In der Community gestalten die Kunden die Marketing-Botschaft mit, sind aktiv in die Entwicklungs-, Kommunikations- und Entscheidungsprozesse eingebunden. Durch Diskussionen und Kritiken werden Marken authentisch und die Kommunikation transparent und ehrlich. Die Vernetzung, das gigantische Wachstum von User Generated Content, die zahlreichen Zugangswege zu Informationen und die Weisheit der Massen machen die Kunden zu besseren Verkäufern.
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Trifft zu. Nur - wie genau ein erfolgreiches Beispiel aussieht, das ist das Problem. So ‘ne Dinger wie shoppero oder ciao sind’s doch wohl eher nicht. Der Fokus muss auf community liegen, nicht auf Kommerz, dann wird ein Schuh draus.
Schließlich will man ja nicht ständig - wie Chevrolet im Beispiel - Wettbewerbe veranstalten mit Geld- und sonstigen Preisen, oder? Dass der Schuss dann auch noch nach hinten losging und die Verkaufszahlen eher schlecht sind…
Ist das überhaupt ein gutes Beispiel für social community?
Kommentar von VoP — 16. Mai 2007 #