Shirtcity macht Druck mit Community-Funktionen und Contests

18. Juli 2007 um 14:26 Uhr | In Online-Marketing, Social Communitys, Web 2.0 | | | Mister Wong |

Heute habe ich mich über Skype mit Robert Goldbach von Shirtcity unterhalten. Das Unternehmen bedruckt T-Shirts, Textilien und Geschenkartikel nach den individuellen Vorstellungen der Kunden. Die Anwender können sich ihre Wunschartikel im sogenannten Shirt-Designer selbst gestalten. Sie geben Texte ein, laden eigene Fotos oder Grafiken hoch und wählen aus den mittlerweile über 1.000 Shirtcity-Designs.

Geschäftstüchtigen Designern bietet Shirtcity auch die Möglichkeit zu einem kleinen Nebenverdienst: In der Sektion Myshirtcity.com kann jeder einen eigenen Shop eröffnen und gestalten und dafür auch selbstangefertigte Designs übermitteln.

Shirtcityclub

Punkten will Shirtcity durch Community-Funktionen: Im ShirtcityClub.com können sich Designer austauschen, andere Designs kommentieren und bewerten, am Design-Contest teilnehmen und beispielsweise Fotos von sich hochladen. Ein besonderes Highlight ist der Design-Contest, an dem man mit jedem neu hochgeladenen Motiv teilnehmen kann. Am Ende eines Zyklus, seit Juli monatlich, gewinnt das Motiv mit den meisten Votes. Der Sieger darf sich über 500 Euro freuen.

Gründung und Wachstum

Geschäftsführer Christian Schneider startete bereits 2001 das Projekt Shirtcity. Eigentlich wollte der gelernte Grafiker nur ein paar seiner eigenen Designs veröffentlichen. Daraus wurde dann aber mehr. Der nach eigenen Aussagen “deutschlandweit erste” T-Shirt-Designer ging 2002 ans Netz. Mittlerweile arbeitet Shirtcity von der Zentrale in Neu-Ulm aus vernetzt mit Länderteams in Holland, Spanien, USA und Japan. “Wir vergrößern demnächst die Produktionsstätte, führen viele neue Produkte, Funktionen und Gestaltungsmöglichkeiten ein”, sagt mein Gesprächspartner Robert. Im Mai hat Shirtcity ein neues Marketing- und PR-Büro in Berlin eröffnet, in dem auch er tätig ist.

Was unterscheidet Shirtcity von Spreadshirt?

Nach Roberts Aussagen existierte Shirtcity bereits vor dem im Markt bekannteren Wettbewerber Spreadshirt. “Wir haben außerdem den kompetenteren Grafik-Service und setzen neue Impulse. Etwa mit dem Shirt der Woche, das jede Woche aktuelle Themen aus Popkultur und Politik aufgreift.” Darüber hinaus könne man sich im Gegensatz zu Spreadshirt jedes Design, egal aus welchem Herkunftsland, in mittlerweile 33 Länder liefern lassen. Auch der interaktive Community-Aspekt soll mit dem ShirtcityClub stärker im Vordergrund stehen als beim Wettbewerber.

shirtcity_spreadshirt.gif

Shirtcity und Spreadshirt im Reichweitenvergleich
Quelle:
Alexa.com

Robert erklärt, warum Spreadshirt trotzdem in der Bekanntheit vorne liegt: “Spreadshirt hat ohne Frage viel richtig und gut gemacht. Sie haben bislang mehr als wir in Marketing investiert.” Hier will Shirtcity aufholen. Christian Schneider hat ehrgeizige Pläne. Über 20 Fachleute in den internationalen Marketingbüros kurbeln die Marktkommunikation an. In erster Linie online. Hierbei spielen Affiliates eine große Rolle, also Seitenbetreiber, die Werbebanner schalten und dafür eine Umsatzbeteiligung erhalten, berichtet Robert. “Wir wollen aber auch inhaltlich zum Beispiel mit den Shirts der Woche ein interessantes Thema sein. Dann gibt es verschiedene Sponsoring-Aktionen, wie beispielsweise beim Dance4Life-Projekt. In der E-Sport-Bundesliga, etwa gezeigt auf MTV, läuft der FC Shirtcity auf, auch am GameDay werden wir uns beteiligen. Geplant ist außerdem ein Designcontest auf Postkarten, ein Kinospot und auch unser erster eigener Videocontest. Wir setzen stark auf Crosspromotion und Synergie-Effekte mit anderen Firmen und Medienpartnern wie z.B. auch Radiosendern.”

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